Schlangen im Schwarzwald und Baden-Württemberg; Die beiden Giftschlangen Aspisviper und Kreuzotter sowie ungiftige Schlangen

Schlangen im Schwarzwald und Baden-Württemberg


Schlangen sind stets ein Thema in Reisseführern für das sich viele Leser interessieren. Im Schwarzwald ist das Thema besonders interessant. In ganz Deutschland gibt es nur eine Giftschlange, die Kreuzotter. Nur in einer kleinen Region im Schwarzwald lebt in Deutschland eine zweite giftige Schlage.


Ringelnattern

Wie gefährlich sind giftige Schlangen?

Viele Urlauber und Wanderer haben Angst für Schlangen, nicht wenige sogar eine Schlangen-Phobie. Gefährliche Schlangenbisse sind in Deutschland sehr selten. Schlangen spüren durch Erschütterungen des Bodens gehende Menschen in der Nähe. Die Schlangen fliehen oder verstecken sich. Zudem gelten die Kreuzotter und die Aspisviper als nicht besonders aggressiv. Auch sind die beiden giftigen Schlangen in der Natur von Baden-Württemberg insgesamt eher selten und kommen nur in bestimmten, kleineren Gebieten in dem Bundesland und im Schwarzwald vor. Insgesamt sind Bisse von Schlangen an Menschen in Deutschland somit selten.

Falls ein Schlangenbiss doch passiert, sollte man schnell einen Arzt aufsuchen bzw. eine Notrufnummer wählen. Zwar sind Bisse der beiden giftigen Schlangen in Baden-Württemberg  in den meisten Fällen nicht tödlich, aber das Gift kann dennoch gefährlich sein. Gifte wirken bei jedem Menschen anders, besonders gibt es Menschen mit sehr gefährlichen Allergien gegen Schlangengift. Und wer ist schon einmal von einer Schlange derselben Art gebissen worden und weiß von einer Schlangengift-Allergie? Besonders gefährdet sind bei Schlangenbissen neben Allergiker auch beispielsweise Kinder, schwangere Frauen sowie ältere oder kranke Menschen.

Die beiden giftigen Schlangen in Baden-Württemberg

Die Kreuzotter kommt in verschiedenen Regionen in Südwest-Deutschland vor, auch im Schwarzwald. Die Aspisviper lebt hingegen nur in einem kleinen Gebiet im Süd-Schwarzwald nördlich von der Stadt Lörrach nicht sehr weit von der Grenze zur Schweiz.

Aspisviper (giftig)

Die Aspisviper ist eine giftige Schlange, deren großen Verbreitungsgebiet vor allem südlich von Deutschland ist. Die Schlange lebt unter anderem in fast ganz Italien, etwa in der südlichen Hälfte von Frankreich, im Westen der Schweiz und im Norden von Spanien. In Deutschland ist es dem Reptil eigentlich zu kalt. Nur eine kleine Population in zwei Täler im warmen Schwarzwald gibt es. Bekannt für die Aspisviper ist vor allem das Wiesental nördlich von Lörrach. Aber auch in diesem Teil des Schwarzwalds sind die Schlangen sehr selten und vom aussterben bedroht. Die Aspisviper steht unter strengem Schutz.

Merkmale Aspisviper: Die Farben und Muster der Aspisviper sind sehr verschieden. Allgemein ist es für Laien nicht einfach die Schlangenarten im Schwarzwald und Baden-Württemberg zu unterscheiden. Zum Beispiel werden im Schwarzwald die Aspisviper und die Kreuzotter häufig verwechselt. Eine ausgewachsene Aspisviper ist meist zwischen 60 cm und 90 cm lang. Etwa von Oktober bis März hält die Schlange in der Regel Winterschlaf.

Gift Aspisviper: Welche der beiden giftigen Schlangen in Baden-Württenberg gefährlicher ist, ist umstritten. Vermutlich ist das Gift der Aspisviper etwas stärker, die Kreuzotter hat aber oft eine größere Giftmenge zur Verfügung. Bei einem Biss am Menschen von einer Aspisviper kommt es zu starken lokalen Schwellung. Durch das Nervengift kann es zu ernsten Atemprobleme und Herzstillstand kommt. Es gibt ein Antiserum ("Gegengift"). Meistens enden Bisse von einer Aspisviper nicht tödlich. Im Jahr 2013 starb jedoch in Frankreich ein etwa 50-jähriger, gesunder Mann an einem Biss einer Aspisviper trotz schneller medizinischer Hilfe.

Kreuzotter (giftig)

Die Giftschlange Kreuzotter lebt in vielen Gebieten in Deutschland. Sie kommt in Baden-Württemberg zum Beispiel im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb vor. Unseres Wissens lebt die giftige Schlange im Schwarzwald vor allem in höheren Lagen. Unter Schlangen ist die Kreuzotter ein Kältespezialist, die Schlangenart existiert sogar in Skandinavien und in Schottland. Insgesamt ist die Kreuzotter eine der häufigsten Schlangen und Reptilien der Welt. Auf der Schwäbischen Alb lebt sie in mehreren Gebieten, bekannt sind zum Beispiel größere Bestände der Kreuzotter im Landkreis Heidenheim.

Merkmale Kreuzotter: Auch die Kreuzotter ist sehr verschieden gefärbt. Oft, aber nicht immer, haben die Schlangen ein Zickzack-Muster auf dem Rücken. Die Giftschlangen können hell bis schwarz sein. Eine Kreuzotter, die einfarbig schwarz ist, wird auch als Höllenotter bezeichnet. Eine erwachsene Kreuzotter hat meist eine Länge zwischen 50 cm und 80 cm.

Gift Kreuzotter: Todesfälle von Menschen nach einem Kreuzotter-Biss sind eher selten. Dennoch ist sofortige medizinische Hilfe notwenig. Gefährliche Komplikationen sind unter anderem Atemprobleme, Lähmungen und Herz-Probleme.

Ungiftige Schlangen im Schwarzwald und Baden-Württemberg

Nicht giftige Schlangenarten in Baden-Württemberg sind die häufige Ringelnatter und die etwas seltenere Schlingnatter. Beiden Schlangen leben auch im Schwarzwald. Eine fünfte Schlangen-Art ist in Deutschland sehr selten: Die Äskulapnatter. Es ist die mit Abstand längste Schlange in Deutschland (bis zu 2 Meter). Diese Natter kommt in Baden-Württemberg nur im Odenwald vor, im Schwarzwald lebt die Schlange Äskulapnatter nicht. Die sechste Schlangenart in Deutschland kommt in Baden-Württemberg und im Schwarzwald nicht vor. Die Würfelnatter gibt es nur in Rheinland-Pfalz und in Sachsen.

Zusammenfassung

Schlangen im Schwarzwald (4 Arten): Ringelnatter, Schlingnatter, Kreuzotter, Aspisviper

Schlangen in Baden-Württemberg (5 Arten): Ringelnatter, Schlingnatter, Kreuzotter, Aspisviper, Äskulapnatter

Schlangen in Deutschland (6 Arten): Ringelnatter, Schlingnatter, Kreuzotter, Aspisviper, Äskulapnatter, Würfelnatter

Schlangen in Europa: etwa 40 Arten

Schlangen auf der Welt: etwa 3.700 Arten, also gibt es nur 6 von 3.700 Schlangenarten in Deutschland. Auch in Europa sind Schlangen im Vergleich zu anderen Kontinenten nicht gerade artenreich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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